
Obe mit’m Hintern, Gas geben, eine ins schwoarze Loch, lafn lossn . . .“ Armin Assinger nahm Dienstagabend im Technikum Villach 300 ÖVP-Funktionäre beim internen Wahlkampfauftakt der ÖVP mit auf eine fiktive Streif-Abfahrt. Motivation („Das innere Feuer ist das Wichtigste!) für den Wahlkampf war angesagt: „Ohne Begeisterung is nix zan Reißn. Bei denen es innen brennt, die, die sich einsetzen, die dürfen hoffen.“ Die Anleitung schien notwendig. Denn Parteichef Georg Wurmitzer, der auch Kulturlandesrat werden will, legte seinem Team die Latte für die Wahl auf 30 Prozent. „Es ist ein optimistischer Wert, der aber machbar ist, weil Jörg Haider und Peter Ambrozy schwächeln.“ 1999 waren es für die ÖVP 21,6 Prozent.
Von Assinger wurde das Publikum, unter ihnen die neuen Landtagskandidaten, später in den (Sport-)Begriff Übermotivation eingeführt: „Das ist, wenn man zu viel zu schnell will.“ „Die Frau, die die Frau Klasnic von Kärnten werden kann“ (Wurmitzer), die begeistert beklatschte Spitzenkandidatin Elisabeth Scheucher, schwor die schwarzen Funktionäre „auf die historische Chance für die ÖVP ein: Wir sind die Alternative für enttäuschte Haider-Wähler.“ Sie selbst sei „die Brückenschlägerin“ für einen neuen politischen Stil in Kärnten und für ein neues Klima im Lande. Kärnten müsse aus der Isolation geführt werden. Das Ziel laute: „Den Kärntnern muss es wieder gut gehen.“
Die Mausefalle auf der Steif („In Situationen, in denen man sich überwinden muss, ist das Vertrauen in sich selbst entscheidend“, Assinger), der Steilhang, („Locker-voll ist die Devise“), das Durchatmen zwischendurch, der Zielschuss („Der Frust kommt immer erst, wenn Du aufgibst“) wurden zu sportlichen Parolen für den Wahlkampf. Auf die Politik wollte sich Assinger eigentlich nicht einlassen. Tipps für die ÖVP-Funktionäre gab’s dennoch: „Ich halte das Anschwafeln der Leut’ nicht mehr aus.“ Und: „Entscheidungskraft statt Wapplertum!“